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| heiteres september 2002 |
Sternstunde in der Pflegepraxis |
Ich betreute vor vielen Jahren in der häuslichen Pflege Frau Hofer (Name geändert). Sie litt an fortgeschrittener Osteoporose und war dadurch in ihrer Beweglichkeit sehr eingeschränkt und hatte ständig Schmerzen. Trotz dieser Beschwerden behielt sie ihren aufgeweckten Geist. Das hiess: Ihr Leiden blieb immer im Schatten ihres sonnigen und heiteren Gemütes. Erst als ihr Ehemann plötzlich starb, erfuhr ich von ihrem Humor-Geheimnis. Sie erzählte mir, dass sie mit dem Tod des Ehemannes nicht nur ihren Lebensgefährten und Hausmann sondern, auch ihren "Humorlieferanten" verloren hatte. Er beschenkte sie nämlich seit einigen Jahren jede Woche mit einem Cartoon, einer lustigen Geschichte, einem Witz oder irgend etwas, was für ihn mit Humor und Heiterkeit zu tun hatte. Diese Ideen klebte er in ein Album und legte es ihr jeweils am Sonntag morgen auf den Frühstückstisch. Für sie war dieser Moment DER Lichtblick der Woche. Sobald sie sich die neuste Humorerrungenschaft ihres Ehemannes angeschaut hatte, freute sie sich auch bereits auf den nächsten Sonntag. Als mir Frau Hofer von diesem Ritual erzählte, bot ich ihr an, dass ich die "Humorlieferung" weiter führen könnte. Allerdings schlug ich vor, dass wir uns abwechseln könnten. Das eine Mal würde ich ihr einen Eintrag machen, und das nachfolgende Mal wollte sie sich für mich etwas ausdenken. Ich hatte bewusst das Ritual abgeändert, denn ich wollte nicht ihren Mann ersetzen. Vielmehr war mein Ziel, dass Frau Hofer Humor nicht nur empfangen, sondern auch selber suchen und ausdrücken kann. Da Frau Hofer kaum mehr alleine auf die Strasse konnte, weilte sie meistens zuhause. Dies war eine grosse Herausforderung für sie, denn wie und wo konnte sie Ideen für Humor herholen? Sie abonnierte sich kurzerhand die Schweizer Humor- und Satirezeitschrift "Nebelspalter" und durchforstete jede Nummer akribisch nach etwas Passendem für mich. So ging das einige Wochen, und wir genossen die Suche nach heiteren Ideen und Erlebnissen. Eines Morgens erfuhr ich, dass Frau Hofer unerwartet gestorben sei. Ich war zwar traurig über diese Nachricht, aber gleichzeitig auch zufrieden, dass sie bis zum Tod ein ihr liebgewonnenes Ritual weiter pflegen konnte. |
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Sachen gibt's! |
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Kennen Sie den schon? |
Ein junger Mann sitzt im Kino. Plötzlich, mitten in der Vorstellung streckt ihm jemand von hinten eine Hand entgegen mit Nüssli. "Wollen Sie einige Nüssli?" "Oh, ja gerne." So geschieht es noch einige Male während des Films. In der Pause schaut sich der junge Mann um, wer ihm wohl diese Nüssli gegeben hat. Eine alte Frau sitzt hinter ihm und lächelt ihn zahnlos an. "Wissen Sie, ich habe so gerne Nussschoggi, aber die Nüsse kann ich einfach nicht mehr kauen." |
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