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Peter Quaife (2005) The Lighter Side of Dialysis Richmond Hill/Ontario : Jazz Communication Nicht mehr ganz neu, aber neu entdeckt. Dialysepatienten haben Unmengen an Zeit, um das Treiben um sie herum zu beobachten. Wer die Zeit nicht totschlagen will, tut etwas Gescheiteres, dachte sich Peter Quaife. Nachdem er 1998 an die Dialyse musste, begann er zum Zeitvertreib zu zeichnen. Während den täglich vier Stunden dokumentierte er alle Schwierigkeiten, Missgeschicke und Peinlichkeiten, die das Leben mit und an der Dialyse bereit hält: Ernährungsregeln und (mangelnde) Compliance, Shunt Anstechen für Neulinge, Gewichtsprobleme rauf und runter, auf Reisen zum nächsten Dialysegerät, bis hin zum ersten Pinkeln nach der Nierentransplantation. Insiderkenntnisse zu Nierenproblemen sind nicht zwingend Voraussetzung, aber hilfreich! |
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Jupe Haegeler / Reto Meienberg (2008) Müssen Behinderte immer auffallen? Muri bei Bern : Cosmos Verlag Drei Jahre nach der ersten Ausgabe wurden zahlreiche neue Ideen aus dem Leben mit Behinderung in Bildern und Texten realisiert. Der Rollstuhl ist noch gegenwärtiger als im ersten Band. Wer ohne diese Konstruktion lebt ahnt kaum, in welchem Klima Rollstuhlfahrer täglich leben (Das Unterwegs-Sein mit einem Kinderwagen ist nur ein Hauch dieser Erfahrung.) Auch wenn am Behindert-Sein - so die Aussage im ersten Cartoon - nichts Gutes ist, gäbe es dieses Buch nicht. Wir freuen uns auf den dritten Band! |
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Schaffrath, Monika & Arnu, Titus (2007) Übelsetzungen - Sprachpannen aus aller Welt Berlin : Langenscheidt Das kleine Buch im Layout eines Langenscheidt-Wörterbuchs bietet Erheiterung pur. In Wort und Schild erfahren Reisende was ihnen inner- und ausserhalb deutschsprachigen Ländern an Informationen und Instruktionen blüht. Zum Beispiel wird auf Kos für ein "cosmopolitan holiday resort" geworben, also für einen "Weltfeiertagerholungsort". Oder in Berlin (nicht in Wien) wird der "Hallowien-Kürbis" beworben. Besonders anstrengend ist das Leben für Köche von Tomatensosse: Neben den Kapriolen in den Zutaten soll der Koch Extravagantes vollbringen "Nachdem die Teigwaren bereit sind, lassen Sie das Wasser ab und setzen Sie sich mit ein wenig vom gekochten Wasser in die Sossenwanne, kochen Sie und mischen Sie langsam, bis das Wasser vollständig aufgesogen ist, und addieren Sie etwas Extraujungfrau-Olivenöl." Die beiden Projektleiterinnen Monika Schaffrath und Eva lassen es jedoch nicht bei den fotografierten Übelsetzungen bewenden, sondern sie kommentieren auch mit heiterer Feder, z.B. wenn es in Italien heisst:"Vietato salire sui pedalo - Verboten das Tretboot zu betreten" lautet der Kommentar: "Ein Tretboot muss getreten werden, damit es von der Stelle kommt. Aber ein Tretboot, das nicht betreten werden darf, kann auch nicht getreten werden. Merke: Tretverbote für Tretboote wirken zwar tretbootschonend aber tretbootgeschäftsschädigend." Aus gut gemeinten Bemühungen entstehen so statt verständlichen Übersetzungen bisweilen bizarre Übelsetzungen. Nicht zuletzt bleiben Ausspracheschwierigkeiten nicht ausgespart: Wenn auf einem japanischen Frühstücksbuffet "Cornfreaks" serviert werden ist dies noch nicht besonders spassig, wenn man aber an die Aussprache des japanischen Kellners denkt schon eher. In diesem Sinne: Bon voyage. |
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Salameh, Waleed A. (2007) Humor in der integrativen Kurzzeittherapie - Ein interaktives Übungsbuch Stuttgart : Klett-Cotta Zielgerichtet sind die einzelnen sieben Kapitel, in dem jeweils ein Schritt erläutert wird, aneinander gereiht. Nach einer Einführung in die "Persona" der psychotherapeutischen Profis folgt ein theoretisches Modell der integrativen Kurzzeittherapie (ISTP, Integrative Short-Term Psychotherapy). Es basiert auf der Prämisse, dass Humor nicht nur eine psychotherapeutische Methodik ist, sondern vor allem ein Daseinsmodus, eine Geisteshaltung. Die ISTP wurde zum Zweck konzipiert, rasch und wirksam selbstzerstörerisches Verhalten zu ändern, wobei der Akzent auf der Aufdeckung verborgener innerer Konflikte und Wiederholungszwänge liegt. Um dies zu erreichen ziehen sich Humor und seine Anwendung durch alle Phasen des Buches, bzw. der ISTP hindurch: 1. Ersteinschätzung, 2. Interventionen mit Cartoons und Videos, 3. Lachtechniken, 4. Lachtests und schliesslich 5. Möglichkeiten, wie blockierende Einstellungen zu Humor und Lachen aufgelöst werden können. Insgesamt findet man im Buch eine Fülle von Materialien, die der Autor seit den 1980er Jahren entwickelt und publiziert hat. In der Zusammenführung der Texte ist ein interaktives Übungsbuch entstanden, das den Humoransatz in der Kurzzeittherapie konkret präsentiert. Nicht für neue, sondern für humorvollere Menschen. |
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Markus, Ursula und Lanfranconi, Paula (2007) Schöne Aussichten! Über Lebenskunst im hohen Alter Basel : Schwabe Verlag Heiterkeit im hohen Alter - so lassen sich die Fotos der erfahrenen Fotografin Ursula Markus treffend umschreiben. Sie hat Momente im Leben Hochbetagter erfasst, die - manchmal erst auf den zweiten Blick - die gängigen Normen des Alters sprengen. Leichtfüssig, unkonventionell aber dennoch ganz normal zeigt sie die Protagonisten und Protagonistinnen im Alltag. Beim Lesen, beim Tanzen, in einer Bar, auf einem, Rollator. Der Text zeigt ergänzend die biographischen Hintergründe der portraitierten Menschen. Dabei wird deutlich, was allen Portraitierten gemeinsam ist: Sie wissen mit dem Alter klug umzugehen. Das heisst sie trauern nicht endlos dem Verlorenen nach und behindern damit ihre Sicht auf neue Ziele und Werte nicht. Viel eher ermöglichen sie sich schöne Aussichten, trotz und mit hohem Alter. |
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Manfred Geier (2006) Worüber kluge Menschen lachen - Kleine Philosophie des Humors Reinbek bei Hamburg: Rowohlt (ISBN 13: 978 3 498 02501 4) Wer sich für eine Entdeckungsreise zur philosophischen Seite von Humor entschliesst, ist mit dem Buch von Manfred Geier sehr gut bedient. Von der Antike bis in die Neuzeit schlägt er den Bogen, also von der "Austreibung des Lachens aus der Philosophie" bei Platon bis hin zum Sprachkünstler Karl Valentin in München. Geier legt grossen Wert auf eine historisch und philosophisch gründlich recherchierte Arbeit. Dabei legt er dar, dass es durchaus humorvolle Philosophen gab, die vor allem eines mochten: über sich selber lachen. So werden bei der Lektüre zahlreiche Gründe und Abgründe des Lachens sichtbar. Wesentlich zum Lesevergnügen trägt auch die heiter gelassene Schreibweise dar, die selbst ausgegorene Philosophenkost schmackhaft macht. |
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Jupe Haegeler und Reto Meienberg (2005) Behinderte sind auch nur Menschen Cartoons und Texte Muri bei Bern, Cosmos Verlag. (ISBN: 3-305-00358-8) Endlich haben die beiden Autoren einen Verlag gefunden, der es wagt, diese Cartoons ins Sortiment aufzunehmen. Pechschwarz rollen die Cartoons daher und bissig lesen sich die Texte. Nun können wir in Bild und Schrift nachempfinden, was die Krankheit Multiple Sklerose im Alltagsleben bedeutet. Damit verschaffen sich die beiden Autoren Luft – und geben auch uns LeserInnen Anlass zum nachdenken, schmunzeln, lachen. |
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Peter Beeler (2005) Das fliegende Gebiss Ein bissiges Märchen für Erwachsene Norderstedt: Books On Demand. (ISBN: 3-8334-1554-1) Wer kennt sie nicht – die unzähligen Missgeschicke mit Gebissen. Beschämt, gelassen oder erheitert ist das Spektrum der Reaktionen. Der Autor bietet noch eine weitere Möglichkeit: Er entführt uns in eine Welt der Phantasie, wo Gebisse auf Reisen gehen. Allen Verbissenen ist dieses Taschenbuch herzlich empfohlen! |
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Hans-Georg Lauer (Hrsg.) (2005) Da ist Humor im Spiel Spiele von Querdenkern für Quertreiber Tuttlingen: HCD-Verlag. (ISBN: 3-938089-00-8) Humor kann man spielend trainieren – das ist das Credo des Herausgebers. In der Tat ist das Buch eine Fundgrube für spielerische Methoden im Unterricht, an Vorträgen und Seminaren. Rund zwei Dutzend AutorInnen stellen ihre jahrelang erprobten Methoden vor und geben Hinweise für Ablauf, technische Hinweise, Spielvariationen oder Gruppengrösse. Ausprobieren und weiterspielen! |
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Phil Hubbe (2004) Der Stuhl des Manitou Behinderte Cartoons Oldenburg: Lapan Verlag. (ISBN: 3-8303-3097-6) Insidern ist er seit längerem als Geheimtipp bekannt: Phil Hubbe, der Karikaturist ohne Hemmungen und Tabus. Er zeichnet alltägliche Szenen – immer mit dem geschärften Blick für die Schwächen und Schwachen unserer Gesellschaft. Nun hat sich der bekannte Lappan Verlag entschieden, die Behinderten Cartoons von Phil Hubbe herauszugeben. Dieser Entscheid ist durchaus als verlegerisches Wagnis zu bezeichnen, denn die Reaktionen dürften recht unterschiedlich sein. Die einen mögen die spitze Bildsprache, die mit Schärfe anklagt, wie wir mit Behinderten in unserer Gesellschaft umgehen. Die anderen fühlen sich mitunter entblösst und goutieren solch bissige Szenen nicht. Wie auch immer – die Auswahl an Karikaturbüchern ist um ein wichtiges Werk reicher geworden. |
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Michael Titze, Inge Patsch (2004) Die Humor-Strategie Auf verblüffende Art Konflikte lösen München: Kösel-Verlag. (ISBN: 3-466-30673-6) Michael Titze und Inge Patsch geben uns Einblick in ihren enormen Erfahrungsschatz und zeigen anhand von zahlreichen, konkreten Beispielen auf, wie sich Konflikte humorvoll lösen lassen. Sie gehen davon aus, dass wir in Konflikten, die meist emotional geprägt sind, zu oft auf der rationalen Ebene argumentieren. Dies nennen sie die E(rwachsenen)-Strategie. Als viel erfolgsversprechender wird die emotional geprägte K(ind)-Strategie propagiert. Anhand von Übungen, die in kleinen Gruppen sehr einfach durchführbar sind, können sich die LeserInnen diese Strategie aneignen. |
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Joachim Schreiner (2003) Humor bei Kindern und Jugendlichen Eine Reise durch die Welt des kindlichen Humors unter Berücksichtigung entwicklungspsychologischer, pädagogischer, psychotherapeutischer und diagnostischer Aspekte. Berlin: VWB – Verlag für Wissenschaft und Bildung. (ISBN: 3-86135-119-6) Wären nur alle Dissertationen so leicht und interessant zu lesen! Bereits im Inhaltsverzeichnis finden wir uns prima zurecht und wissen, worauf wir bei der Lektüre stossen werden. Zunächst stellen wir fest, dass hier keine empirische Arbeit, sondern eine Literaturbearbeitung vorliegt. Das ist verdankenswert, gibt es doch zum Thema Humor noch viel zu wenig Literaturanalysen. Das Buch eignet sich sowohl für gemächliche als auch für eilige LeserInnen. Erstere können sich in vier Buchteilen zu folgenden Themenbereichen kundig machen: a) die historische Einordnung des Phänomens Humor, b) Humor und seine Manifestationen im Kindes- und Jugendalter, c) Humor und seine praktische Anwendung (v. a. in Erziehung und Psychotherapie) und d) Humor als diagnostische Variable und Strategie. Für die eiligen LeserInnen fügt der Autor am Schluss der meisten Kapitel ein kurzes Fazit an, in dem prägnant wichtige Gedanken zusammengefasst werden. Und schliesslich rundet eine umfangreiche Bibliographie das Werk ab, anhand derer man sich nach Lust und Laune weiter ins Thema vertiefen kann. Wie vielen ForscherInnen im Humorbereich befindet sich auch der Autor dieses Buches im Zwiespalt, ob es statthaft sei, dem Humor wissenschaftlich und ernsthaft auf den Leib zu rücken. Er wagt die Reise, und der Versuch gelingt ihm, sich ernsthaft um Humor zu kümmern, ohne selbst den Spass dabei zu verlieren. Dies zeigt sich daran, dass die Fülle an Überlegungen zu Humor in der Kindheit und Adoleszenz immer wieder gespickt ist mit erheiternden Zitaten und Sprüchen. |
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Karl Heinz Bohrer und Kurt Scheel (Hrsg.) (2002) Lachen. Über westliche Zivilisation Sonderheft Merkur - Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken Stuttgart: Klett-Cotta (ISBN: 3-608-97040-1) Das Heft ist eine Wohltat für all diejenigen, die üblicherweise für die Wirksamkeit ihres therapeutischen Tuns verantwortlich sind. Wie wirkt mein Humor? Wie kann ich Heiterkeit verbreiten? Wie werde ich den Humor-Bedürfnissen alter oder kranker Menschen gerecht? Solche oder ähnliche Fragen stellen sich VertreterInnen von Gesundheitsberufen, die ihren PatientInnen oder KlientInnen verpflichtet sind und Heiterkeit als Therapie an den Mann oder an die Frau bringen wollen. Worin besteht nun der wohltuende Beitrag der Historiker, Philosophen, Linguisten und anderen Schreiberlingen? Sie bieten - ohne auf die Wirkung fokussieren zu müssen - in ihren Reflexionen und Kommentaren reichlich geistige Nahrung, die man kapitelweise als Häppchen zu sich nehmen kann - am besten gemütlich im Lehnstuhl und fernab der klinischen Welt. Allerdings, die Erkenntnisse aufgrund der geistigen Nahrung dürfen durchaus wieder den Patienten und Patientinnen zugute kommen. Der Sonderband gleicht einer vielfältigen Menukarte, in der nach Lust und Laune literarische Leckerbissen herausgepickt werden können. Vom Lachen der Götter, Kinder, Engel und Tiere ist die Rede und vom Gelächter des Homer, Bachtin, Gernhardt und Harald Schmidt. Auch Profanes hat Platz: Comics, Spassgesellschaft und das Lachen der Massen. Und selbst Kontroversen wie Glanz und Elend von Humor und groteske Kommunikation nach dem 11. September werden nicht ausgespart. Bis hierhin meistern die Autoren die Gratwanderung zwischen dem Olymp des Humors und den Sorgen der Welt hervorragend. Ein Menu ist allerdings nirgends zu finden - auch nicht bei der einzigen Frau in der Riege der 27 männlichen Schreiberlinge: Das Gelächter der Geschlechter (Kotthoff, 1996). Was hat diese Lücke zu bedeuten? Es bleibt zu hoffen, dass sich dahinter nicht die Botschaft von Ingrid Alphen verbirgt, die lautet: Wie die Jungen das Lachen lernten - und wie es den Mädchen wieder verging... |
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Dieter Kassner (2002) Humor im Unterricht Bedeutung - Einfluss - Wirkungen Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren (ISBN: 3-89676-551-5) Der Autor hat eine ernsthafte Mission: Humor soll im Unterricht, in der Schulpädagogik und in der Erziehungswissenschaft zunehmend mehr akzeptiert und gefördert werden. Er postuliert, dass es einen Pädagogischen Humor zu entwickeln gelte, analog zum therapeutischen Humor in klinischen Berufen. Dazu hat er sich ein grosses Programm vorgenommen. Im Rahmen seiner Doktorarbeit ergründet er verschiedene Elemente des Pädagogischen Humors, die am Schluss der Literaturarbeit in eine Theorie des Pädagogischen Humors münden. Zur Überprüfung dieser Theorie listet er nicht weniger als 16 Fragestellungen auf, die er mit 15 Hypothesen und mittels quantitativer und qualitativer Methoden ergründen möchte. Dieses monumentale Forschungsvorhaben gelingt teilweise. Inhaltlich präsentiert der Autor einige interessante Gedanken. Beispielsweise bewerten die befragten SchülerInnen die Charaktereigenschaft eines Lehrers „humorvoll sein" erst an sechster Stelle, also nach Gerechtigkeit, Ehrlichkeit oder Stoffbeherrschung. Das könnte bedeuten, dass Humor nur zum Tragen kommt, wenn die fachliche und soziale Kompetenz ausgewiesen ist. Zudem ist Humor im Unterricht offenbar genauso wie in klinischen Berufen eine Gratwanderung positiv-ermutigendem und negativ-degradierendem Humor. Und schliesslich erlaubt die vorliegende Studie den Schluss, dass der Pädagogische Humor das Sozialklima einer Klasse stark begünstigt. Methodisch sind bei der Lektüre einige Fragezeichen aufgetaucht. Weshalb zieht der Autor im Kapitel der Datenerhebung und -analyse keinerlei Literatur weder zur qualitativen noch zur quantitativen Methodik bei? Wie steht es mit den statistischen Werten, bzw. dem Cronbach Alpha des vom Autor entwickelten Fragebogens? Warum schliesst er nicht nur Schüler in die quantitative Befragung ein, sondern auch junge Mitarbeiter in kaufmännischen Berufen? Einige der qualitativen Antworten aus dem Fragebogen sind zwar im Anhang aufgelistet. Wo aber ist die Auswertung und Interpretation dieser Daten zu finden? Es bleibt zu hoffen, dass Humor im Unterricht von SchülerInnen wie auch von den Lehrkräften immer wieder erlebt wird und in positivem Sinne wirkt, auch wenn die wissenschaftliche Erforschung des Phänomens zahlreiche Tücken birgt und daher der Weisheit letzter Schluss noch lange nicht gezogen werden kann. |
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Johannes Gruntz-Stoll (2001) Ernsthaft humorvoll Lachen(d) Lernen in Erziehung und Unterricht, Beratung und Therapie Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt (ISBN: 3-7815-1152-9) Wer sich nicht durch die langen Regale der Humorliteratur hindurch wälzen möchte, wird die Vorarbeit des Bieler Erziehungswissenschaftlers zu schätzen wissen. Er formt sein reichhaltig gesammeltes Humor- und Lachmaterial zu einem genüsslich-heiteren, sprachlich-geschliffenen und inhaltlich-kompakten Text. Allerdings: Es bleibt nicht nur beim Schreiben, denn sprachliche und zeichnerische Künste gehen in diesem Buch Hand in Hand. Bereits auf dem Titelbild und auch in allen Kapiteln wird Humor den LeserInnen sowohl in Worten, als auch mit zahlreichen Karikaturen näher gebracht. Dies ist nicht nur zur Auflockerung des Textes sinnvoll, sondern wir schärfen dadurch auch unsere Wahrnehmung - nämlich ob uns Humor eher in Worten oder Bildern anspricht. Die Lektüre bietet gute Möglichkeiten, um Humor in all seinen Facetten kennen zu lernen. Hilfreich dazu ist auch die lange Liste am Schluss des Buches mit allerlei Quellen aus Buchhandel, Medien und Internet. Ein Wermutstropfen bleibt: Trotz der reichhaltigen Inhalte würden wir gerne noch mehr darüber erfahren, wie es mit dem Humor im Klassenzimmer bestellt ist. Wie könnten humorvolle Lernwelten aussehen? Und welche heiter-kreativen Methoden eignen sich fürs Lachen(d) lernen? Vielleicht lesen wir in einem zweiten Band mehr darüber! Mich würd's freuen! |
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